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                                                                                                                                   Essen, den 01. August 2020

Liebe Gäste und Freunde unserer Kirchengemeinde,

    nach einer vierwöchigen Pause melde ich mich heute mal wieder auf diesem Wege bei Ihnen. Ich hoffe, dass es Ihnen gut geht!!

    In meiner letzten Mail vor den Sommerferien hatte ich angekündigt, dass ich ab Ferienbeginn nicht mehr wöchentlich eine “Freitagsmail” rumschicken würde. Ich habe daraufhin eine ganze Anzahl von Rückmeldungen bekommen, in denen Menschen mir geschrieben haben, dass sie diese Mails geschätzt haben und bedauern, dass ich diesen “Service” jetzt einstelle. Mich hat sehr gefreut, dass meine Mails doch von vielen gelesen worden sind und da wohl auch den Zweck erfüllt haben, den ich damit beabsichtigt habe: Zum einen, Informationen aus unserer und über unsere Gemeinde weiterzugeben. Zum anderen, in den Zeiten, wo die Möglichkeiten zur direkten Begegnung eingeschränkt sind, auf diese Weise der Verbundenheit Ausdruck zu geben.

    Da mittlerweile doch deutlich mehr an Begegnung wieder möglich ist und auch nicht jede Woche neue Informationen weiterzugeben sind, werde ich bis auf Weiteres nicht mehr jede Woche, aber doch ab und an – so wie heute – eine Mail schicken.

    Auf ein paar Dinge möchte ich hinweisen:

        Mittlerweile hat unsere “neue Gottesdienstform” eine gewisse Normalität gewonnen: Die Gottesdienste (sonntags 10.30 Uhr) sind verkürzt, das Abstandsgebot wird eingehalten, statt Gemeindegesang singt unsere Kantorin Sabine Juchem (oder ihr Vertreter Matthias Geuting), häufig auch ein kleiner Chor von  vier Personen (unter Einhaltung eines Mindestabstandes von vier Metern zu den ersten Bankreihen), nach dem Gottesdienst gibt es kein Kirchencafe – aber viele Gespräche auf Abstand im Freien. Für mich persönlich fühlt sich das so durchaus ganz gut an: Natürlich wäre es schön, gemeinsam zu singen, näher beieinander zu sitzen und hinterher zusammen einen Kaffee zu trinken. Aber die gegenwärtige Form ist für mich auch nicht nur eine minderwertige Notlösung, sondern ein durchaus schöner Gottesdienst, der im Rahmen des Möglichen auch Raum für  Begegnung und Kommunikation bietet. Ich habe mich jedenfalls gefreut, wenn ich bei den Gottesdiensten den einen oder die andere von Ihnen getroffen habe und freue mich auf weitere Begegnungen (anders, als im Gemeindebrief angegeben, mache ich den Gottesdienst morgen und würde mich natürlich freuen, da schon den einen oder anderen zu treffen).   Wobei natürlich weiterhin gilt, dass jede( r) für sich selbst überlegen muss, wieviel an Begegnung für ihn/sie angesagt ist – gerade auch angesichts leider wieder steigender Infektionszahlen. Wir nehmen weiterhin in der Regel (manchmal klappt es aus unterschiedlichen Gründen auch nicht) unsere Gottesdienste auf Video auf und stellen sie auf die Homepage.

        Eine besondere Vorankündigung: Am Sonntag, 16.8. (morgen in zwei Wochen) wollen wir (um 10.30 Uhr)  einen Familiengottesdienst im Kirchpark feiern – zu dem natürlich nicht nur Familien eingeladen sind. Jede Familie und alle anderen, sollte möglichst eine Picknickdecke mitbringen, auf der man dann bei dem Gottesdienst – im nötigen Abstand voneinander - sitzt  (wir werden aber natürlich auch einige Stühle bereit haben). In dem Gottesdienst gibt es verschiedene Aktionen (nicht nur) für die Kinder.  Und wenn wir schon Gottesdienst auf Picknickdecken feiern – möglichst auch ein kleines Picknick mitbringen (gegebenenfalls Getränke nicht vergessen, da wir leider in dem Rahmen auch hinterher keine ausschenken können). Bei schlechtem Wetter findet der Gottesdienst in der Kirche statt – aber ich hoffe, dass das Wetter schön wird und viele von Ihnen dabei sind!

        Eine weitere Vorankündigung: Die meisten Gruppen und Kreise können sich nach den Sommerferien wieder in unseren Gemeindehäusern treffen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Coronamaßgaben eingehalten werden. Dabei (wie auch bei unseren Gottesdiensten) wollen wir als Kirchengemeinde sehr vorsichtig sein und bei den Maßgaben über das hinaus gehen, was vom Gesetzgeber momentan erlaubt ist: So legen wir Wert darauf, dass  bei Gruppen und Kreisen der Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten wird (auch wenn der Gesetzgeber das für Gruppen und Kreise  nicht mehr fordert, sofern die genaue Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist.) Ich bin davon überzeugt, dass angesichts der Leichtfertigkeit, die z.Zt. manche Menschen bezüglich der eigenen Gesundheit, aber auch der Gesundheit  anderer Menschen an den Tag legen,  es sowohl ein Gebot der Vernunft, als auch der Nächstenliebe ist, in einem hohen Maße vorsichtig zu sein.

        Hier auch noch mal der Hinweis auf  unsere Kontour vor Ort – vor einigen Wochen hatte ich darüber schon mal berichtet: Normalerweise beginnt die Konfirmandenzeit in den Evangelischen Kirchengemeinden Werden und Heidhausen mit der “Kontour” (= “Konfis auf Tour”), einer achttätigen Konfirmandenfreizeit in der Nähe von Schwerin. Wie so vieles andere mussten wir  auch  die Kontour  in diesem Jahr schweren Herzens absagen.  Zumindest gibt es aber ein Alternativprogramm:  Vom 5. bis 8. August gibt es vier Tage lang von morgens bis abends “Kontour vor Ort”: Insgesamt etwa 80 Jugendliche (Konfirmandinnen und Konfirmanden und jugendliche Teamerinnen und Teamer) erleben ein abwechslungsreiches Programm in der und um die Evangelische Kirche herum, in Haus Fuhr und Haus Heck und sicher auch der eine oder andere Programmpunkt auf der Brehminsel. Wie auch auf der “normalen Kontour” gibt es neben der kreativen Beschäftigung mit Glaubens- und Lebensfragen auch viel Gelegenheit für Spiel, Spaß und Begegnung – und das alles unter Beachtung der aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln. So kann hoffentlich doch einiges an “Kontourfeeling” entstehen und die Konfirmandenzeit auch für die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden trotz Corona mit einem intensiven, schönen und motivierenden Erlebnis starten. Ermöglicht wird dies durch das Engagement der zahlreichen jugendlichen (und z.T. auch schon etwas älteren) ehrenamtlichen Teamerinnen und Teamer, die “Kontour vor Ort” zusammen mit Vikarin Hannah Metz, Jugendleiterin Charlotte Main und mir  durchführen. Bitte beachten:  Wegen “Kontour vor Ort” ist in der Zeit vom 5. – 8. August der Kirchpark für die Öffentlichkeit geschlossen.

    Vor “Kontour vor Ort”, nämlich von morgen bis Dienstag führen wir  außerdem eine Mitarbeiterschulung für etwa 25 neue Teamerinnen und Teamer durch (größtenteils KonfirmandInnen aus dem vergangenen Jahr) – auch das ein wichtiges und unter Coronabedingungen nicht ganz unkompliziertes Unterfangen.

    Denken Sie doch da gerne mit an uns und beten Sie vielleicht auch für uns, dass diese wichtigen Projekte der Konfirmanden- und Jugendarbeit gut gelingen, wir bewahrt bleiben und die Jugendlichen hoffentlich gute und für sie hilfreiche, ja, ich schreibe mal ganz fromm “segensreiche” Erfahrungen machen.

        Eine letzte Info noch zum Thema “Coronaläuten”. Vielleicht haben Sie mitbekommen, dass es in der Presse in den letzten Wochen verschiedene Berichte gab über unser Coronaläuten (das Läuten um – bisher – 19.00 Uhr). Es gab einige (wenige) Beschwerden  über das Läuten -  aber auch eine deutlich größere Zustimmung: In der Umfrage der Werdener Nachrichten, an der sich etwa 100 Menschen beteiligt haben, fanden 89% der Antwortenden das Geläut angemessen und haben für eine Fortführung plädiert, nur 5% haben sich prinzipiell ablehnend ausgesprochen. In der Kritik wurde geäußert, dass man das Läuten zum einen als Lärmbelästigung empfand, zum andern wohl auch als unangemessen, weil hier quasi alle Menschen in eine christlich bzw. kirchliche Aktion akustisch involviert worden sind, auch wenn Sie daran kein Interesse haben. Zunächst mal bedauere ich, dass Menschen sich durch unser Läuten gestört und verärgert gefühlt haben. Ich bedaure auch, dass die ganze Angelegenheit m.E. durch die Einschaltung der Presse ziemlich aufgebauscht worden ist – ich hätte es hilfreicher gefunden, wenn die Kritik und Anfragen bezüglich des Geläutes zunächst mit den Verantwortlichen unserer Gemeinde besprochen worden wären, wobei man vielleicht ja auch eine für alle (einigermaßen) befriedigende Lösung hätte finden können. Das Geläut ist sicher einerseits als Einladung zum Gebet gemeint. Man kann es aber – und so habe ich es oft kommuniziert – auch einfach als eine Erinnerung zum bewussten Innehalten verstehen, das inmitten der Krise mir zumindest völlig unabhängig von religiösen Überzeugungen angemessen erscheint. Von daher empfinde ich das Läuten auch nicht als eine Art von religiöser Bevormundung, wie es z.T. dargestellt wurde. Natürlich kann man fragen, wie lange dieses Läuten beibehalten werden soll. Unabhängig von den Anfragen in der Presse stand diese Frage auf der Agenda des Presbyteriums. Einerseits ist die Coronakrise ja noch längst nicht vorbei – weltweit steigert sie sich ja vielmehr weiterhin und auch hierzulande scheint es momentan wieder schlimmer zu werden. Andererseits hat sich in vielem das Leben auch wieder normalisiert. Daher hat das Presbyterium  in dieser Woche beschlossen, das Corona-Geläut noch bis Ende diesen Monats weiterzuführen, es aber dann zu beenden (wobei nicht ausgeschlossen ist, dass es bei Verschärfung der Lage auch wieder neu aufgenommen werden kann). Um den Menschen, die sich durch das Geläut beeinträchtigt fühlen, entgegenzukommen, haben wir es in dieser Woche auf kurz vor 19.00 Uhr vorgezogen, damit es die 19.00 Uhr Nachrichten nicht tangiert. Ich hoffe, dass alle dies jetzt als eine konstruktive Lösung empfinden.

    Ich schließe die heutige Mail mit dem Wochenspruch für die kommende Woche:

    “Lebt als Kinder des Lichtes. Die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.” (Epheserbrief 5,8b.9).

    Wir alle sind sicher keine reinen Lichtgestalten. Aber Kinder des Lichtes dürfen wir sein: Trotz mancher Schattenseiten Kinder Gottes nämlich, der für uns Licht sein will – auch in manchen Dunkelheiten. Dessen Licht wir empfangen und selbst an andere weitergeben können. “Güte, Gerechtigkeit  und  Wahrheit” wenn unser Verhalten von diesen Worten geprägt wird, dann wird es heller für uns selbst und für unser Umfeld.

    Viel Helles und Gutes, Licht empfangen und Licht weitergeben – das wünsche ich uns allen für die kommende Woche.

    Herzliche Grüße und seien Sie behütet, Oliver Ruoß
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