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Evangelische Kirchengemeinde Werden

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“Gewaltfrei” hat viele Gesichter:

Jesus von Nazareth        Mahatma Gandhi     Martin Luther King

Johan Galtung               Dag Hammerskjöld         Nelson Mandela

Dalai Lama         Marshall Rosenberg     Harry Belafonte     Jesper Juul

Wolfgang Bergmann         Gerald Hüther….

Diese Menschen alle wissen, dass ”Gewalt” nicht nur eine physische, eine strukturelle und eine verbale Ebene hat, sondern dass ihr auch eine innere Haltung gegenüber dem “Anderssein” zugrunde liegt. Wertschätzung des eigenen So – Seins und zugleich des Anders – Seins aller anderen ist eine große seelische Herausforderung, die keinem Menschen immer gelingt.

Wir sind alle geprägt, und unser Gehirn arbeitet mit “Vorurteilen”, damit es alltagstauglich ist. Ohne diese “Vorurteile” könnte sich keine Routine einstellen, die uns schnell und verlässlich handlungsfähig macht.

Zugleich vermindern diese Prägungen/ Vorurteile/ diese “Gewissheiten” die Fähigkeit, andere Menschen zu ihren eigenen Bedingungen zu sehen. Fast sofort haben wir bei jeder menschlichen Begegnung ein Urteil gefällt. Dessen sind wir uns oft gar nicht bewusst (“Denn sie wissen nicht, was sie tun”). Daher übernehmen wir meist auch keine Verantwortung für unsere – unbewussten – Gefühle und Bedürfnisse, die unser Denken und Handeln letztlich motivieren.

Auf dieser Grundlage gibt die “Gewaltfreie Kommunikation” ein Werkzeug an die Hand, achtsamer, wertschätzender, liebevoller mit uns selbst und mit anderen Menschen umzugehen. Wenn es gelingt, diese Haltung mehr und mehr zu verinnerlichen, wird der alltägliche Kontakt friedvoller und zufriedenstellender für alle Beteiligten.

Am Anfang steht die persönliche Entscheidung, wachsen zu wollen. Das betrifft vor allem Menschen, die in irgendeiner Weise Formen von struktureller Macht ausüben (Eltern, Erzieher, Lehrer, Vorgesetzte), aber auch jeden, der in einer Beziehung lebt oder mit Menschen zusammen arbeit. Jeder von uns ist darüber hinaus als Nachbar, Kunde, Patient, Teilnehmer usw. in alltägliche Beziehungsstrukturen verwickelt, die er unbewusst “gewaltorientiert” oder bewusst wertschätzender gestalten kann.

Unbewusste Gewaltorientierung: Beurteilung, Kritik, Definition des Anderen,

Vergleiche, Zuschreibungen, Ermahnungen, Wertungen, Strafen.

(Bei all diesen Äußerungen erhebt sich der Eine ÜBER den Anderen, weil er meint zu wissen, was gut und richtig ist). Das stört immer die Beziehungsebene.

Karin (Reni) Kümmerlein